05.06.2018
Kategorie: Silicon Sanssouci

IHK Potsdam veröffentlicht „Studie IKT-Wirtschaft in Westbrandenburg und Potsdam"


Ende Mai 2018  veröffentlicht die IHK Potsdam ihre erste Studie über den IKT-Standort Westbrandenburg und speziell Potsdam.

Im Rahmen der Pressemitteilung auf der Internetseite der IHK Potsdam  kann die gesamte Studie eingesehen werden. (Downloadlink)

 

Für den IKT Standort Potsdam und Silicon Sanssouci e.V. wurden diese Ergebnisse veröffentlicht (Auszug):

 

Potsdam ist der IKT-Hotspot Westbrandenburgs

Mit rund 2.200 sozialversicherungspflichtige Personen ist knapp ein Drittel (31 %) der Beschäftigten in der westbrandenburgischen Digitalwirtschaft in der Landeshauptstadt Potsdam tätig. Dieser Anteil unterstreicht die Rolle Potsdams als wichtigen IKT-Standort Westbrandenburgs. Potsdam nimmt für die regionale Digitalwirtschaft einen hohen Stellenwert ein. Dies wird auch anhand der IKT-Unternehmen deutlich. Mit einem Wachstum von durchschnittlich 12 % p.a. zwischen 2010 und 2017 erzielte Potsdam das höchste Wachstum innerhalb von Westbrandenburg und konnte dadurch seine gute Positionierung weiter ausbauen. Bezogen auf die Unternehmenszahl je 10.000 Einwohner zeigt sich, dass neben Potsdam die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Oberhavel, Havelland, Teltow-Fläming sowie die kreisfreie Stadt Brandenburg a.d. Havel zu wichtigen IKT-Standorten in der Region zählen“[1]

  

Steigende Personalbedarfe werden für die kommenden Jahre erwartet.

Aktuell hat die Mehrheit der IKT-Unternehmen (84 %) keine Probleme ihre offenen Stellen adäquat zu besetzen, wobei sich jedoch punktuelle Personalbedarfe abzeichnen. Die größten Personalbedarfe innerhalb Westbrandenburgs bestehen am IKT-Hotspot Potsdam sowie im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dort ist die Nachfrage nach Fachkräften der Digitalwirtschaft stärker ausgeprägt als an den übrigen Standorten.“[2]

 

Die Beschäftigten in der IKT-Wirtschaft Westbrandenburgs und Potsdams wachsen wesentlich dynamischer als in der Gesamtwirtschaft.

Die Städte Potsdam und Berlin erzielen bei den IKT-Dienstleistungen eine weitaus höhere Bedeutung und erreichen Anteile von über 90 % (Potsdam: 93 %, Berlin: 92 %).“[3]

  

IKT-Unternehmen wachsen in Westbrandenburg stärker als auf Landes- und Bundesebene

Mit 1.052 Unternehmen (2015) lassen sich mehr als die Hälfte (57 %) aller IKT-Unternehmen Brandenburgs in Westbrandenburg verorten. Davon lassen sich 93 % der Unternehmen den IKT Dienstleistungen zuordnen, was die immer größere Bedeutung von Software und Dienstleistungen innerhalb der Digitalwirtschaft unterstreicht (Abbildung 3). Als wichtiger Dienstleistungsstandort liegt der Anteil in Potsdam – wie auch in Berlin – mit 97 % wesentlich höher.“[4]

 

Zwei Drittel sind mit dem IKT-Standort Westbrandenburg zufrieden.

Mit einem Anteil von zwei Drittel (66 %) sind die IKT-Unternehmen in Westbrandenburg mehrheitlich mit ihrer Standortwahl zufrieden. Wesentlich höher fällt die Zufriedenheit lediglich in Potsdam mit 80 % aus.“[5]

 

Mit Ausnahme von Potsdam gibt es in Westbrandenburg zu wenige Ausbildungsstellen im Bereich Informatik

[…]Das höchste Wachstum an ausgeschriebenen Ausbildungsplätzen erreicht innerhalb Westbrandenburgs die Stadt Potsdam. Dies unterstreicht zusätzlich die Attraktivität der Landeshauptstadt als IKT-Standort“ [6]

 „Beteiligung an regionalen und überregionalen Netzwerken gering ausgeprägt


Innerhalb der regionalen Plattformen und Netzwerken erfährt SIBB e.V. – Verband der IT- und Internetwirtschaft in Berlin und Brandenburg den höchsten Zuspruch. Gut ein Zehntel der Akteure beteiligen sich neben SIBB e.V. auch in SIBB region, Silicon Sanssouci e.V., media:net berlinbrandenburg e.V. und media-connect brandenburg.“ [7]

 

Potsdam weist eine bundesweit überdurchschnittliche IKT-Gründungsintensität auf

[…] Potsdam hingegen nimmt innerhalb Westbrandenburgs eine herausgehobene Position ein und weist mit 2,3 eine bundesweit überdurchschnittliche IKT-Gründungsintensität auf. Trotz dieser guten Positionierung kann Potsdam nicht an das außerordentliche Niveau Berlins anschließen.“[8]

  

Quellenangabe:

 Herausgeber

Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam

Breite Straße 2 a – c

14467 Potsdam

Geschäftsbereich Wirtschaft

Ansprechpartner: Marco Albrecht (E-Mail: marco.albrecht@ihk-potsdam.de)

 

Redaktion Prognos AG
Goethestraße 85
10623 Berlin

www.prognos.com

Redaktionsteam: Carolin Karg, Roman Bartuli, Stefan Fischer, Dr. Olaf Arndt Redaktionsschluss: 25. Mai 2018



[1] Seite II

[2] Seite III

[3] Seite 4

[4] Seite 5

[5] Seite 12

[6] Seite 16

[7] Seite 21

[8] Seite 26